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Desolate Rahmenbedingungen

Der Markt soll es alleine richten. Das hat bisher nicht funktioniert. Der Staat ist mehrdenn je gefragt. Berlin setzt -wie schon die Amtsvorgänger -auf wohlfeile Prophezeiungen, formuliert viel zu hoch angesetzte Neubauziele. Die Realität kann da nicht mithalten.

Obendrein herrscht beim Wohnungsbau Unsicherheit bei der staatlichen Neubauförderung. Abrupte Stopps der Förderprogramme und binnen Tagen geleerte Finanzierungstöpfe schaffen bei den bauwilligen Bürgern nicht das nötige Vertrauen zur größten Investition ihres Lebens. Die Politik kann das Tempo des Marktes nicht mithalten. Bis das angekündigte neue Fördersystem vorliegt, wird noch viel Zeit vergehen, zu viel Zeit.

Bauen ist für private Eigentümer so auf absehbare Zeit schlecht kalkulierbar. Mancher Wunschtraum wird wohl platzen.Zu allem Überfluss sagen die Umweltverbände den Einfamilienhäusern den Kampf an. Sie wollen die Versiegelung von Flächen stoppen. Ein eigenes Einfamilienhaus ist der große Lebenstraum sehr vieler Bürger. Aber, wie sollen unter diesen investitionsfeindlichen Rahmenbedingungen hierzulande mehr Häuser und Wohnungen gebaut werden?

Der Wohnungsmarkt verliert gerade im Bestand seine Dynamik. Die Notarverbände berichten, dass die Immobilienverkäufe dramatisch um die Hälfte gesunken sind. Es mangelt an Angeboten. Wer ein Haus besitzt, wird es in der Inflationszeit auf absehbare Zeit nicht veräußern, um sich vor Vermögensverlusten zu schützen. Je länger die hohe Inflation andauern wird, umso mehr fürchten Bürger um den Wert ihres Ersparten.

Bessere Argument für die Investition in krisenfeste Immobilien gibt es wohl kaum. In unsicherer Zeit wollen private Investoren schnell handelnund ihr Geld krisenfest anlegen. Wir brauchen daher jetzt politische Lösungen, um eben jetzt mehr Neubauten errichten zu können. Berlin sollte deshalb schneller handeln und bekannte Hindernisse beseitigen.